Guido lügt! Spontaner Protest gegen AfD-Veranstaltung im Biergarten

03.08.2020

Pressemitteilung Aufstehen gegen Rassismus Essen, 03.08.2020

Guido lügt! Spontaner Protest gegen AfD-Veranstaltung im Biergarten

Am heutigen Montag haben Aktive von Aufstehen gegen Rassismus spontan gegen eine öffentlich beworbene Veranstaltung der AfD im Essener Stadtteil Altenessen protestiert. Derweil trinkt der EU-Abgeordnete Guido Reil Bier und verbreitet Unwahrheiten über den Protest. Das antirassistische Bündnis fordert die Essener Gastronomie auf „Rassisten vor die Tür“ zu setzen.

Nach der Ankündigung der Essener AfD, dass Guido Reil am Abend zum gemeinsamen Biertrinken in einen Altenessener Biergarten einlädt, erklärte der Gastronom auf Anfrage von Aufstehen gegen Rassismus zunächst, dass grundsätzlich keine Wahlveranstaltungen in seinem Lokal stattfinden dürften. Dies postete er anschließend auch unter den Facebook-Post des AfD-Kreisverbands Essen. Nachdem Guido Reil mit einigen wenigen Parteifreunden ankam, erklärte der Wirt, dass es sich um eine „Privatveranstaltung“ handele und dass Guido Reil als Privatperson ein willkommener Stammgast sei. Dass der AfD-Kreisverband Essen diese Veranstaltung öffentlich als „Wahlkampfauftakt“ bewirbt, interessierte ihn hingegen nicht, solange keine Parteiwerbung verteilt würde.

Spontanversammlung vor dem Biergarten

Da die öffentliche Veranstaltung der AfD nun plötzlich doch entgegen ursprünglicher Aussage des Betreibers stattfinden durfte, wurde eine spontane Versammlung angemeldet. Guido Reil verkündte auf Facebook, dass Gegendemonstranten ein Platzverweis durch die Polizei ausgesprochen worden sei. Dies entspricht nicht der Wahrheit. „Guido Reil verbreitet bewusst Unwahrheiten, um den Gegenprotest zu delegitimieren. Zu seinem großen Wahlkampfauftakt sind ganze sieben Parteifreunde erschienen. Da muss man sich nach zwei Bier schon mal Platzverweise ausdenken, um die peinliche Situation schönzureden“, so eine Aktivistin.

Forderung an Wirte: Kein Bier für Nazis!

Aufstehen gegen Rassismus Essen wendet sich mit einem Apell an die Essener Gastronomen: „Macht von eurem Hausrecht Gebrauch und setzt die Rassisten von AfD und Co. vor die Tür.“ Egal wo, ob in der Schule, Uni, im Betrieb oder der Kneipe: Aufstehen gegen Rassismus wendet sich seit 2016 bundesweit gegen Räume für die AfD und ihren Rassismus.

Protest auch in Karnap

Nachdem Guido Reil am Montagabend angekündigt hat, am morgigen 04. August ab 17 Uhr am Karnaper Büdchen zu sein, hat Aufstehen gegen Rassismus auch dort einen Gegenprotest angemeldet. „Wir lassen der AfD keine Ruhe. Überall, wo sie sind, werden wir auch sein und über die Gefahren einer solch rassistischen Partei informieren“.

Kampagne gegen AfD gestartet

Erst am heutigen Montag hat Aufstehen gegen Rassismus Essen den Start der Kampagne gegen die AfD im Kommunalwahlkampf bekanntgegeben. „Egal wo die AfD aufschlägt, wir werden den Protest auf die Straße tragen. In den kommenden Wochen zählt es nun Menschen zu vernetzen und die Stimmen gegen die AfD und ihren Rassismus zu bündeln“, erklärt ein Aktivist. Für Mittwoch hat das das antirassistische Bündnis ein „erstes Überraschungs-Paket angekündigt.