Wir sind unteilbar!

22.08.2019

Pressemitteilung Aufstehen gegen Rassismus Essen, 22.08.2019

Wir sind unteilbar!

Gemeinsam gegen Rassismus und Faschismus!

Die Aktivengruppe von „Aufstehen gegen Rassismus“ in Essen stellt sich mit aller Entschiedenheit gegen die sogenannten „Steeler Jungs“ und deren jüngsten Schulterschluss mit NRW-Nazi-Promis. In einem aktuellen Statement betonen die Aktiven, dass es wichtig sei, dass die Proteste gegen die rechte Gruppierung breiter aufgestellt werden.

Es sei „nicht zu akzeptieren, sondern zu verhindern“, dass der Stadtteil „Wohlfühlzone“ und „Nazikiez“ werde. In „Zeiten wie diesen“ brauche es „den Widerstand der Massen, Solidarität unterschiedlicher Akteure und den gemeinsamen Kampf“. Im Papier ermuntert Aufstehen gegen Rassismus mehr Menschen nach Steele zu kommen und sich den Rechten in den Weg zu stellen: „Die Vielfalt der Aktionsformen in Verbindung mit dem gemeinsamen Ziel machen uns stark und unteilbar! … Deshalb freuen wir uns darüber, dass weitere Menschen und Organisationen die bedrohliche Entwicklung in Steele wahrnehmen und sich gegen den Wandel zu einem „Nazikiez“ engagieren.“

Aufruf zu kommenden Protesten

Aufstehen gegen Rassismus ruft als Erstunterzeichner und aktiver Unterstützer zur Teilnahme an der geplanten Großdemo „Der Pott bleibt unteilbar!“ am 14. September auf. Zudem hat Aufstehen gegen Rassismus zwei weitere Kundgebungen angemeldet: Am 29. August unter dem Motto „Für Frieden in Syrien – Solidarität mit allen Geflüchteten!“ und am 19. September unter dem Motto „Aufstehen gegen Rassismus – auf der Straße und in den Parlamenten!“, jeweils um 17:30 Uhr auf dem Kaiser-Otto-Platz.

Nicht „extremistische Eskalation“ – das Problem heißt Nazi-Aufmarsch und rechte Gewalt

Zu den Äußerungen von OB Kufen erklärt Aufstehen gegen Rassismus: „Herr Kufen verliert kein Wort darüber, dass bekannte Nazi-Größen aus NRW sich in Steele wohlfühlen, dass sie gemeinsam mit den sogenannten ‚Steeler Jungs‘ mit rund 250 Leuten aufmarschieren und auf widerlichste Art und Weise ein tragisches Ereignis aus Frankfurt für ihre rassistische Hetze instrumentalisieren. Stattdessen versucht er Linken die Schuld am Treiben von Faschisten im Stadtteil in die Schuhe zu schieben. Herr Oberbürgermeister, wenn die von Ihnen verabschiedete Resolution mehr ist als ein Stück Papier der Vergangenheit, dann nehmen Sie an den kommenden Protesten teil, anstatt sich in unzutreffenden Extremismustheorien zu ergehen, die das Treiben der ‚Steeler Jungs‘ (inklusive Übergriffe auf Menschen, Entmenschlichung und Bedrohungen!) verharmlost!“.